Musik kann mich zu mir selbst bringen und mich mit meiner  Geschichte und mit Anderen verbinden. Im Erleben spüre und verstehe ich mich bewusster und gehe direkt damit um. So kann ich neue Erfahrungen für meinen  Alltag machen.

Die Kalimba ist ein kleines Holzinstrument, das ganz leicht mit den Daumen gespielt wird. Es zeichnet sich durch einen klaren, einfachen Klang aus.

Therapie und Beratung

Ihre Fragestellungen und Themen stehen bei mir im Vordergrund. Wir stimmen gemeinsam ab, welche Methoden zum Einsatz kommen und wie Sie arbeiten möchten. Auch wie sehr wir in die Tiefe gehen, steuern Sie aktiv mit.

Für die Musiktherapie benötigen Sie keinerlei musikalische Vorerfahrungen, Fähigkeiten, geschweige denn ‚Talent‘. Der Klang und das Erleben der gespielten oder gehörten Musik stehen im Mittelpunkt.

 

Systemische Musiktherapie

Ich persönlich schätze an der systemischen Musiktherapie besonders die Kombination aus konkretem Interaktions-Erlebnis, einer (nicht nur für Kinder) spannenden Spielperspektive und der Möglichkeit im Gespräch emotional und rational reflektieren zu können. Diese Ebenen können für die Lösung von Konflikten sehr hilfreich sein. Spielerisch können Muster sichtbar werden und spielerisch kann Neues Handeln ausgetestet werden. Alle Systeme können mit einbezogen werden (vom Inneren eigenen System über das Familiensystem bis hin zu sozialen Systemen, der jetzigen Gesellschaft und historischen Systemen).

musiktherapeutisch-systemisch: die Kombination! Methodenbeispiele

  • Improvisation eines „Lösungsszenarios“: Wie klingt „das Problem“? Und wie würde es ohne das Problem klingen?
  • „Familienmusik“: Wie klingt meine Familie? Wer bekommt welches Instrument? Nach welchen Regeln wollen wir spielen? Wie wäre es, wenn wir Instrumente/Rollen einmal wechseln? Wie ist unser Rhythmus oder gibt es verschiedene Rhythmen in unserer Familie? Wie gehen wir mit Zeit um? Wie können wir uns verbinden und miteinander kommunizieren? Wie können wir uns gesund voneinander abgrenzen? usw.
  • „Gesellschaftsmusik“: Wie navigiere ich zwischen verschiedenen Systemen und Rollen? Wie klingt meine Sicht auf die Welt/auf meinen Job auf meine Freunde? Wie gestalte ich Interaktionen? Welche Rollen nehme ich wo ein und wie gestalte ich den „Gesellschafts-Tanz“ zwischen den verschiedenen Rollen?
  • „musikalische Lebenslinie/ Zeitreise“: wir setzen uns anhand ihrer persönlichen Musikstücke mit ihrer Geschichte auseinander. Wo komm ich her, wo steh ich, und wo geht es hin? Wie klingt meine „Zukunftsmusik“?
  • usw.

Systemische Therapie

Der systemische Ansatz sieht jede Person, jedes Paar, jede Familie als ein komplexes System an, welches in noch grössere Zusammenhänge (Gesellschaft/ Mehrgenerationenperspektive) eingebettet ist. Alle Teile stehen in Wechselwirkung miteinander. Alle Teile können Teil eines Problems, alle können aber auch Teil einer Lösung sein. Die systemische Therapie nutzt diese Wechselwirkungen. Sie nutzt den Perspektivwechsel, konzentriert sich auf eine Lösungsfindung und berücksichtigt dabei die Komplexität der Erfahrungen aus früheren Zeiten. Sie ist allparteilich, respektvoll, autonomiefreundlich, bindungsorientiert, achtsam und wertschätzend.

Methoden:

  • Systemische Aufstellungs- Skulpturarbeit
  • Rollenspiele
  • Lösungsorientierte Methoden
  • Genogrammarbeit
  • Mehrgenerationale Aspekte (Eltern/ Grosseltern/ Urgrosselterngeneration)
  • Spezielle Fragetechniken
  • Arbeit mit verschiedenen inneren Anteilen
  • Ressourcenorientierte Techniken
  • Biographiearbeit

Musiktherapie

In der Musiktherapie stehen die Klangwirkung und das eigene Erleben der gespielten oder gehörten Musik im Vordergrund

Die Musiktherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, welches das Medium Musik gezielt einsetzt, um Ihren individuellen Prozess zu unterstützen. Im Rahmen der therapeutischen Beziehung ermöglicht die Musik, zu Emotionen, zur Biographie, und therapierelevanten Themen auch einen nonverbalen und kreativen Zugang zu schaffen. Es kommen verschiedenste Methoden zum Einsatz, die das gemeinsame Erleben fokussieren. Im therapeutischen Gespräch können die Erfahrungen reflektiert und in Sprache gefasst werden, um Zugänge zu Lösungen zu ermöglichen oder Erkenntnisse für den Alltag umsetzen zu können. Es entsteht ein Wechselspiel aus Aktivität und einfühlsamem Gespräch

Persönlich empfundenes Leiden kann manchmal schwer verstanden oder in Worte gefasst werden. Musik kann dabei unterstützen, Dinge auszudrücken, die schwer zu sagen sind.

Beispiele für aktive Methoden

Beim gemeinsamen Improvisieren an den Instrumenten entstehenden Klänge und Rhythmen, die Beziehungsqualitäten widerspiegeln und ermöglichen, mit Ihren individuellen Themen oder Emotionen in Berührung zu kommen. Diese wahrzunehmen und auszudifferenzieren, um einen konstruktiven Umgang damit zu entwickeln kann ein Ziel der Musiktherapie sein. Es geht darum, musikalisch Beziehung aufzunehmen, sich hörbar zu machen, zu kommunizieren. Das Experimentieren an den Instrumenten lädt Sie zudem ein, Neues zu erleben, und selbst achtsam für sich zu sorgen. Bei all dem geht es um Ihre persönliche Fragestellung. Und wir können uns fragen: Wie kann ich mich besser verstehen? Wie gehe ich mit mir um? Welche Rolle nehme ich ein? Wie nehme ich Kontakt auf? Wie grenze ich mich ab? Wieviel Struktur und Freiheit brauche ich? Welchen Regeln folge ich? Wie gehe ich mit Ansprüchen oder Überforderung um? Wie finde ich Lösungen? Wie nutze ich meine Kreativität? Wie verspielt möchte ich sein? usw.
Gemeinsam entwickeln wir eine Idee/ Auftrag, wie ihr Thema (mithilfe der Musik) angegangen werden kann und setzen dies gemeinsam um.

Wir können frei improvisieren,
wir können mit „Ihren Themen“ improvisieren,
wir können mit klaren Ideen oder Vorgaben Musik machen,
wir können Aufnahmen der Musik machen (natürlich nur in Absprache) und uns anhören, und damit in eine Beobachterposition gehen.

Ihnen stehen eine Vielzahl von leicht spielbaren Instrumenten zur Verfügung. Diese sprechen die verschiedenen Sinne an und ermöglichen neue Erfahrungen. Vielleicht haben Sie Ihre eigenen persönlichen positiven oder negativen Vorerfahrungen mit den Instrumenten oder Musik. Die Klangbeispiele auf der website zeigen eine kleine Auswahl verschiedener Instrumente aus der Praxis.

Beispiele für rezeptive Methoden

Rezeptive Verfahren sind nicht zu verwechseln mit passivem Musikhören. Es geht um Bezüge zu ihrer Geschichte („der Song von damals“), um intensivierte Wahrnehmung (Konzentration), genaues Hinhören oder Hinführung zu einem Entspannungszustand, der Selbstachtsamkeit fördert und Zugang zu tieferen Schichten Ihres Bewusstseins ermöglichen kann.

Ihr persönliches Hörerleben steht im Vordergrund und auch hier werden Sie in einem wertschätzenden therapeutischen Gespräch begleitet.

  • Biographiearbeit: Anhand Ihrer ganz persönlichen Stücke kann ein emotionaler Bezug zu einzelnen Stationen Ihres Lebens hergestellt und eine Auseinandersetzung mit dem eigenen „Gewordensein“ angeregt werden. Sie zeigen sich und bekommen eine Reaktion (allein oder in der Gruppe)
  • Imaginative Methode (MiMe): In einer ersten Phase der Induktion, wird man in einen tiefen aber stets bewussten Entspannungszustand geführt, um dann beim Hören eines 3-5 minütigen Musikstückes, seinen eigenen Bildern und Gedanken folgen zu können. Die darauf folgende Resonanzphase ermöglicht ein Aufzeichnen oder Aufschreiben der Bilder. Danach erfolgt ein Austausch und eine Verknüpfung zu persönlichen Themen. Manchmal finden Sie hier persönliche Stärken und Schätze, die zu Lösung beitragen.
  • Tiefenentspannung mit Musik: Wir legen hier den Fokus auf Ihre Selbstachtsamkeit und eine Tiefenentspannung durch das Hören von Musik. Wir konzentrieren uns auf die Wahrnehmung des Körpers, den Entspannungseffekt und stärkende Elemente in der Vorstellung. Dies kann verbunden werden mit einer vorangegangenen progressiven Muskelentspannung oder einer konkreten musikalischen Reise (innerer sicherer Ort, Entspannungsort, u.Ä.)
  • usw.